Nützlinge schützen – Schädlinge richtig melden
Die überwiegende Mehrheit aller Insekten sind wertvolle Nützlinge. Sie bestäuben Pflanzen, zersetzen organisches Material oder tragen dazu bei, andere Insektenpopulationen im Gleichgewicht zu halten. Auch wenn sie auf den ersten Blick für manche nicht immer ansprechend wirken, sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil eines gesunden Ökosystems.
Daneben gibt es jedoch einige wenige Arten, die Schäden verursachen oder sich invasiv ausbreiten können. Bei einem Befall in Haus oder Wohnung helfen die Mitglieder des Schweizerischen Schädlingsbekämpferverbands mit einer fachgerechten Beratung und Bekämpfung weiter.
Zu den bekanntesten Schädlingen und invasiven Arten veröffentlichen wir im Binninger Wochenblatt regelmässig Informationen und Verhaltensempfehlungen.
Tigermücke
Bei der Tigermücke gelten die bekannten Vorsichtsmassnahmen: Vermeiden Sie stehendes Wasser in Gärten, auf Terrassen oder Balkonen und beziehen Sie für schlecht zugängliche Wasserstellen bei Bedarf Larvizid über die Gemeindeverwaltung an der Curt Goetz-Strasse 1. Eine Meldung an die Gemeinde bei Funden auf dem eigenen Grundstück ist nicht erforderlich. Zur Überwachung der Ausbreitung ist der Kanton Basel-Landschaft jedoch auf die Beobachtungen aus der Bevölkerung angewiesen. Bitte melden Sie verdächtige Mücken mit Foto an die nationale Meldestelle auf www.muecken-schweiz.ch oder an das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut, tigermuecke@swisstph.ch, Tel. 061 284 81 11.
Asiatische Hornisse
Auch bei der Asiatischen Hornisse ist keine Meldung an die Gemeinde notwendig. Sichtungen oder Nester melden Sie bitte über www.asiatischehornisse.ch, damit die zuständigen Fachstellen rasch reagieren können.
Japankäfer
Beim Japankäfer ist rasches Handeln wichtig: Machen Sie wenn immer möglich ein Foto des Käfers, notieren Sie den genauen Fundort und frieren Sie den Käfer ein. Melden Sie sich anschliessend in jedem Fall telefonisch bei der Japankäfer-Hotline (Tel. 061 267 64 00) oder per Mail an: japankaefer@bl.ch. So können die zuständigen Fachstellen das weitere Vorgehen koordinieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen einleiten.
Eichenprozessionsspinner
Im Frühling und Frühsommer tritt stellenweise der Eichenprozessionsspinner auf. Da seine Brennhaare gesundheitliche Beschwerden verursachen können, sollten entsprechende Beobachtungen unserem Werkhof unter 061 421 38 52 gemeldet werden.
Tapinoma-Ameise
Ein besonderes Augenmerk gilt derzeit der Tapinoma-Ameise. Die Gemeinde hat die wichtigsten öffentlichen Befallsherde lokalisiert und ist bereits mit deren Bekämpfung beschäftigt. Die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer wurden schriftlich informiert. Weitere Meldungen zu Beobachtungen an die Gemeinde sind derzeit nicht nötig. Sollten Sie den Verdacht haben, dass sich Tapinoma-Ameisen in oder an Ihrem Haus angesiedelt haben, wenden Sie sich bitte an eine geeignete Fachfirma des Schweizerischen Schädlingsbekämpferverbands. Eine frühzeitige Abklärung erleichtert die erfolgreiche Bekämpfung.
Nicht sicher? Fragen Sie nach.
Falls Sie nicht sicher sind, um welches Tier oder Insekt es sich handelt, erhalten Sie Unterstützung bei einem Mitglied des Schweizerischen Schädlingsbekämpferverbands. Eine fachkundige Bestimmung hilft, unnötige Bekämpfungsmassnahmen mit gefährlichen Insektengiften zu vermeiden und Nützlinge zu schützen, während problematische Arten gezielt eingedämmt werden können.
Verband Schweizerischer Schädlingsbekämpfer
058 796 99 57
info@fsd-vss.ch
www.fsd-vss.ch