Elektromobilität
Binningen fördert Elektromobilität
Die Gemeinde Binningen fördert mit zahlreichen Massnahmen eine nachhaltige Entwicklung der Mobilität (siehe Mobilitätskonzept) – dabei spielt auch die Elektromobilität eine wesentliche Rolle.
In Binningen hat die Gemeinde sechs Ladepunkte eingerichtet: vier beim Parking Schloss und zwei beim Kronenmatten. Während des Ladens in den Nachtstunden (19.00 bis 6.59 Uhr) beträgt die Parkgebühr nur 20 Rappen pro Stunde (siehe Parkraumverordnung). Das ist besonders attraktiv, wenn zu Hause noch kein eigener Ladepunkt eingerichtet ist oder für Logierende im nahen Hotel. Zwei weitere Stationen betreibt die BLKB an der Baslerstrasse. Die Webseite «ich-tanke-strom.ch» gibt Auskunft über sämtliche e-Tankstellen.
Ladestationen in Mehrparteienhäusern - kostenlose Vor-Ort-Beratungen in Binningen und Webinare
Neue Termine und Informationen ab September 2025 auf dieser Seite
E-Ladepunkte für Elektrofahrzeuge – Bilder zur Situation vor Ort [pdf]
Interview mit Gemeinderätin Caroline Rietschi
Im Interview im Binninger Anzeiger vom 18. August 2022 erklärt Gemeinderätin Caroline Rietschi, verantwortlich für die Geschäftskreise Verkehr, Tiefbau und Umwelt, welchen Stellenwert das Thema Elektromobilität für sie einnimmt, was sie sich davon verspricht und wo sie noch Hürden sieht.
Ausbaufähig
Siebzig Prozent der Bevölkerung leben in Mehrparteiengebäuden, für sie ist die heimische Ladestation noch nicht selbstverständlich. Die Autos sind in Tiefgaragen und Carports abgestellt, da ist die Installation einer Lademöglichkeit nicht ganz einfach. Dies aus zwei Gründen: einerseits technisch, weil man den langfristigen Bedarf im Auge behalten muss. Der Anteil an Elektroautos steigt rasant und wird gegen Ende des Jahrzehnts bereits bei rund 15 bis 20 Prozent liegen und um 2035 sogar schon die Hälfte ausmachen. Der zweite Grund liegt darin, dass im Mehrparteienhaus Interessentinnen und Interessenten für ein Elektroauto nicht selber über die Ladeinfrastruktur entscheiden können. Mieterinnen und Mieter müssen sich an die Verwaltung oder die Eigentümerschaft wenden, im Stockwerkeigentum muss die Mehrheit der Miteigentümerinnen und Miteigentümer für ein Projekt gewonnen werden.
Statt mehrere kostspielige Einzellösungen soll mit der ersten Ladestation eine Grundinstallation SIA2060 C1 Power to Garage realisiert werden, die jederzeit nach Bedarf ausgebaut werden kann. Sichtbarer Teil ist ein Flachkabel, mit welchem sämtliche Abstellplätze einer Tiefgarage erschlossen werden. Komponenten im Hintergrund erfüllen weitere Anforderungen an eine zeitgemässe Ladeinfrastruktur:
Intelligent
Durch eine intelligente Steuerung kann ein teurer Ausbau des Hausanschlusses vermieden werden. An einen Hausanschluss mit limitierter Kapazität kann so trotzdem eine grosse Zahl an Ladestationen angeschlossen werden.
Verbrauchergerecht
In Mehrparteienhäusern ist eine verbrauchergerechte Abrechnung wichtig. Um den jeweiligen Eigenverbrauch korrekt zu messen und abzurechnen, werden intelligente Ladestationen mit Software und Stromzähler eingesetzt.
Zukunftssicher
Die Grundinstallation einer Ladeanlage besteht hauptsächlich aus bewährten und langlebigen Komponenten und ist dadurch unabhängig von technologischen Weiterentwicklungen der Ladestationen und Steuerungen.
Wertsteigernd
Eine Ladeinfrastruktur für E-Mobile erhöht den Wert Ihrer Liegenschaft. Denn Wohnkonzepte mit nachhaltiger Energienutzung liegen im Trend.
So sind in der Region Leimental plus Tiefgaragen, Carports und Aussenparkplätze bald einmal optimal für die Elektromobilität gerüstet.