Direkt zum Inhalt springen

Tigermücken – vermeiden Sie stehendes Wasser

Die Asiatische Tigermücke breitet sich im Kanton Basel-Landschaft weiter aus. Binningen ist unterdessen beinahe flächendeckend betroffen (siehe Karte). Im vergangenen Jahr nahmen sowohl die befallene Fläche als auch die Anzahl der Mücken in bestehenden Befallszonen weiter zu.

Die Asiatische Tigermücke kann virale Krankheiten wie Dengue, Zika und Chikungunya übertragen. In der Schweiz wurden bislang keine Krankheitsübertragungen festgestellt und das gesundheitliche Risiko durch die Asiatische Tigermücke wird im Kanton Basel-Landschaft derzeit als sehr gering eingestuft. Im Vordergrund steht deshalb die Lästigkeit, denn die tagaktive Mücke mit aggressivem Stechverhalten kann den Aufenthalt im Freien stark beeinträchtigen.

Wie verbreiten und vermehren sich Asiatische Tigermücken?

Die Asiatische Tigermücke legt im Flug meist nur kurze Distanzen zurück. Längere Strecken bewältigt sie als Schwarzfahrerin in Auto, Bus, Tram, Lastwagen etc. Weibliche Mücken leben ca. einen Monat und können in dieser Zeit hunderte Eier ablegen, meist in kleine temporäre Wasseransammlungen. Die Eier klebt sie knapp über der Wasseroberfläche an die Wand eines Behälters. Steigt der Wasserpegel durch Regen oder Bewässerung, schlüpfen die Larven aus den Eiern und entwickeln sich während mindestens einer Woche im Wasser. Die Eier sind über mehrere Monate trockenresistent, können den Winter überdauern und erst im Frühling schlüpfen, wenn sie mit Wasser überdeckt werden.

Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke

Tigermücken brüten in stehengelassenen Gieskannen, Eimern, Topfuntersätzen und ähnlichen Behältern, in denen sich Wasser sammeln kann.

Um die Populationsdichte möglichst niedrig zu halten und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, müssen Massnahmen getroffen werden, indem Brutstätten beseitigt werden. Im öffentlichen Raum bekämpft die Gemeinde und der Kanton die Tigermücken. Im privaten Bereich ist die Bevölkerung gefragt. Die wichtigste Massnahme ist hier: Brutstätten in stehendem Wasser in Gärten und auf Terrassen vermeiden. Typische Brutstätten sind kleine, stehende und temporäre Wasseransammlungen. Weiher und natürliche Gewässer sind keine Brutstätten für Asiatische Tigermücken – Libellen- und Amphibienlarven sowie Fische sind natürliche Fressfeinde von Stechmückenlarven.

Während der Mückensaison von April bis Oktober müssen folgende Massnahmen getroffen werden:

  • Topfuntersetzer wöchentlich entleeren oder mit Sand auffüllen.
  • Leere Giesskannen, Eimer, Spielzeug usw. unter einem Dach lagern oder umdrehen, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann.
  • Regenwasserbehälter mit einem feinmaschigen Mückennetz (Maschenweite 1,5 mm oder kleiner) und Gummiband abdichten.
  • Dachrinnen regelmässig von Verstopfungen befreien.
  • Vogelbäder und Tränken können problemlos behalten werden, müssen aber wöchentlich entleert werden.

Unvermeidbare Brutstätten wie Entwässerungsschächte und -rinnen, Schlammsammler, Dolen sowie bestimmte Wasserbehälter können mit einem umweltverträglichen biologischen Larvizid (VectoBac G) behandelt werden. Das Larvizid kann am Empfang der der Gemeindeverwaltung, Curt Goetz-Strasse 1, bezogen werden (nur für Einwohner/innen).

Im Übrigen kann das Mittel «Mollex Tigermücken Stopp», der Fa. Andermatt Biogarten AG, im Handel bezogen werden. Bitte setzen Sie keine anderen Insektizide nach eigenem Ermessen ein!

Melden Sie verdächtige Mücken

Zur Überwachung der Ausbreitung ist der Kanton Basel-Landschaft auf die Beobachtungen aus der Bevölkerung angewiesen. Bitte melden Sie verdächtige Mücken mit Foto an die nationale Meldestelle auf: www.muecken-schweiz.ch.

Merkmale der Asiatischen Tigermücke

  1. Fünf weisse Ringe an den Hinterbeinen.
  2. Das letzte Segment der Hinterbeine ist weiss gefärbt.
  3. Eine weisse Linie verläuft von den Augen bis zum Rücken.
  4. Die Enden der Taster sind weiss gefärbt.
  5. Mit einer Grösse von 0,5 bis 1 cm ist sie kleiner als die meisten einheimischen Stechmücken.
  6. Die Asiatische Tigermücke ist tagaktiv und weist ein relativ aggressives Flug- und Stechverhalten auf.

Bei folgenden Merkmalen kann eine Asiatische Tigermücke weitgehend ausgeschlossen werden:

  • Der Hinterleib weist keine schwarz-weissen Streifen auf.
  • Die Beine weisen keine schwarz-weissen Streifen auf.
  • Die Mücke ist deutlich grösser als 1 cm.

Die aktuelle Verbreitungskarte finden Sie jeweils auf der kantonalen Neobiota-Website www.neobiota.bl.ch.