Erweiterung Primarschulanlage Meiriacker
Planungsstand Januar 2025
Zur Behebung der Raumengpässe am Standort Meiriacker werden in den kommenden Jahren eine neue Doppelturnhalle und ein vierter Kindergarten gebaut. Zusätzlich werden der bestehende Klassentrakt saniert und die erforderlichen Räume für den Unterricht und die schulergänzende Betreuung geschaffen.
Seit der Genehmigung des dafür benötigten Baukredits durch das Stimmvolk im Juni 2023 wurde intensiv an der Erarbeitung eines bewilligungsfähigen Bauprojektes gearbeitet und schliesslich die Baubewilligung Ende 2025 erteilt.
Präsentation Erweiterung Schulanlage Meiriacker, Binningen vom 14. Januar 2026
Projekt, Bauablauf und Terminierung [pdf, 5.2 MB]
Baustart im Sommer 2026
Bei der Optimierung der Bauabläufe wurde offensichtlich, dass der Baustart aus verschiedenen Gründen idealerweise in die Sommerferien fallen sollte. Zum einen können auf diese Weise ein Teil der lärmintensiven Arbeiten ausserhalb des Schulunterrichts durchgeführt werden und es sind keine Umzüge von Klassen während des Schuljahres nötig. Zum anderen können damit weitere Risiken im Bauprojekt minimiert werden.
Standort Provisorium
Ein Provisorium ist während der zweijährigen Bauzeit zwingend nötig, da der Neubau am heutigen Standort der Turnhalle und der bestehenden Provisorien errichtet wird. Während der Turnunterricht in andere Turnhallen (Neusatz und Spiegelfeld) verlegt werden kann, ist für alle weiteren schulischen und schulergänzenden Nutzungen während der Bauzeit ein neues Provisorium notwendig. Das geplante zweistöckige Gebäude wird auf der nächstgelegenen gemeindeeigenen Parzelle am Holeeholzweg auf dem heutigen Fussballfeld errichtet. Je nach Bauetappe wird es für die schulergänzende Betreuung, den Schulunterricht oder für beides zusammen genutzt. Der benachbarte Quartierspielplatz bleibt bestehen. Nach Abschluss sämtlicher Arbeiten am Schulstandort Meiriacker wird das Provisorium wieder zurückgebaut und das Gelände in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.
Baukredit bewilligt
Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie wurde im Frühling 2017 geprüft, ob die fehlenden Räumlichkeiten überhaupt auf dem heutigen Schulareal untergebracht und zweckmässig angeordnet werden können. Auf Grund dieser positiv verlaufenen Prüfung hat der Gemeinderat als nächsten Schritt entschieden, dem Einwohnerrat ein Planungskredit für die Durchführung eines Wettbewerbs zu beantragen. Dieser Planungskredit wurde am 5. März 2018 bewilligt. Nachdem das Wettbewerbsprogramm erarbeitet und durch den Gemeinderat verabschiedet wurde, konnte es im Januar 2019 gestartet und im Herbst 2019 mit der öffentlichen Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge abgeschlossen werden.
An seiner Sitzung vom 2. November 2020 hat der Einwohnerrat einen Planungskredit über 0,9 Mio. Frankenfür die Erarbeitung eines Vorprojektes des Siegerbeitrages genehmigt, auf dessen Basis anschliessen ein Bauprojekt erarbeitet wurde. Am 30. Januar 2023 wurde der Einwohnerrat über das Resultat dieses Planungsschrittes informiert und ihm für die Realisierung des Bauvorhabens ein Baukredit über 24,4 Mio. Franken zur Beschlussfassung vorgelegt. Dieses Bauprojekt bzw. der dafür nötige Baukredit wurde vom Einwohnerrat am 30. Januar 2023 bewilligt.
Die Bevölkerung hat den Baukredit für die Erweiterung der Primarschulanlage Meiriacker über 24,4 Millionen Franken (Kostengenauigkeit ± 10 %; inkl. MWST von zurzeit 7,7 %) am 18. Juni 2023 mit einem Ja-Stimmenanteil von rund 75 % bewilligt. Ausführliche Informationen zum Projekt, zum Planungsprozess und zur politischen Diskussion finden sich in der Abstimmungsbroschüre [pdf].
Projektwettbewerb Turnhallenneubau und Ergänzungsbau Meiriacker
Im Jahr 2019 hat die Gemeinde für einen Turnhallenneubau und Erweiterungsbau auf dem Schulgelände Meiriacker einen Projektwettbewerb durchgeführt, welcher im Januar 2019 mit der Pre-Qualifikation gestartet und im September 2019 mit der Jurierung beendet werden konnte. Die elf eingereichten Wettbewerbsbeiträge hatten durchwegs den gewünschten Bearbeitungsstand und die Fülle an Ideen und Lösungsvorschlägen waren für die Gemeinde sehr erfreulich.
Am 2. September 2019 wurden die eingereichten Arbeiten geprüft und nach den im Programm vorgegebenen Zielsetzungen durch das Preisgericht bewertet. Aufgrund der Empfehlung des Preisgerichts entschied der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 15. Oktober 2019 nachfolgende Rangierung:
1. Rang: Projekt Nr. 1, Au Surplus, Malte K Architekten, Zürich, Baukonstrukt AG / MOFA urban landscape studio
2. Rang: Projekt Nr. 8, Plug-In, Luca Selva Architekten, Basel
3. Rang und 1. Ankauf: Projekt Nr. 5, Königin der Nacht, Team dsar Architekten / azp / wh-p, Basel
4. Rang: Projekt Nr. 7, Piazza Grande, S2 Architekten, Zürich
Öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge
Für die interessierte Öffentlichkeit wurden alle Wettbewerbsbeiträge vom 12. bis 16. November 2019 im APH Schlossacker (Hohlegasse 8, 4102 Binningen, 2. Stock) ausgestellt.
Nachwuchs im Meiriacker
Interview mit Gemeinderat Philippe Meerwein, zuständig für Bildung, zum Wettbewerbsentscheid Turnhallenneubau und Ergänzungsbau Schulhaus Meiriacker im Binninger Anzeiger Nr. 40 vom 7. November 2019.
Was hat die Jury beim Siegerprojekt am meisten überzeugt?
Philippe Meerwein: Die Architekten haben es geschafft, das zusätzliche Raumprogramm in die bestehende Situation zu integrieren und den Aussenraum aufzuwerten mit der Öffnung zum angrenzenden Wald im Osten beim Tiefengrabenweg. Das Neubauvolumen im Norden des Schulareals integriert sich gut in die bestehenden Quartierstrukturen und verbindet die verschiedenen Nutzungen geschickt untereinander.
Wie viele Bewerbungen sind insgesamt eingegangen?
Philippe Meerwein: Für die Prä-Qualifikation haben sich 31 Projektteams aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen beworben. Die Jury hat dann zwölf Teams, darunter drei Nachwuchsteams aufgrund ihrer Qualifikationen und Referenzen für den Wettbewerb ausgewählt.
Können Sie uns mehr über das Siegerteam sagen?
Philippe Meerwein: Wir freuen uns sehr, dass das Nachwuchsteam Malte K Architekten aus Zürich mit einem bereits beachtlichen Leistungsausweis gewonnen hat und sind gespannt, das Team näher kennenzulernen.
Welche planerischen Herausforderungen sind mit diesem Projekt verbunden?
Philippe Meerwein: Die Realisierung unter laufendem Schulbetrieb wird aufgrund der engen Platzverhältnisse eine grosse Herausforderung, die wir gut durchdenken und vorbereiten müssen. Zudem müssen die Schnittstellen zwischen den bestehenden und den neuen Bauten gut geplant werden.
Wie viele Schüler/innen mehr sollen im Meiriacker künftig Platz finden?
Philippe Meerwein: Bereits jetzt sind zwei Klassenzüge (1. bis 6. Primar) im Schulhaus Meiriacker untergebracht. Zusätzlich wird ein Kindergarten und eine Turnhalle realisiert. Das Ziel ist es, sämtliche Provisorien am Standort zu ersetzen, so dass 380 Kinder ein optimales Lernumfeld erhalten und die Quartierbewohner und Vereine in der Freizeit auch davon profitieren können.
Auffallend ist, dass alle eingereichten Projekte lustige, teils skurrile Namen haben. Wie werden diese ausgesucht?
Philippe Meerwein: Die Projekte werden anonym eingegeben und durch die Jury beurteilt. Deshalb müssen die Projektteams Namen eingeben, die keinen Bezug zu ihnen herstellen, jedoch das Projekt näher beschreiben. Zum Beispiel hat ein Team «Papagena» gewählt in Anlehnung an die Wohngenossenschaft Papageno, die südlich an das Schulareal angrenzt.
Wie geht es nun weiter?
Philippe Meerwein: Die elf Wettbewerbsbeiträge werden nun vom 12. bis 16. November im APH Schlossacker öffentlich ausgestellt. Anschliessend wird das Projekt stufenweise erarbeitet und zweimal im Einwohnerrat behandelt, bevor es eine Volksabstimmung dazu geben wird.
Wann werden die ersten Schüler/innen in den neuen Räumlichkeiten unterrichtet werden?
Philippe Meerwein: Wenn alles zügig vorangeht, können wir die neuen Räume frühestens im Jahr 2024 beziehen. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg mit hoffentlich wenig Hürden.